Allan Warren Haig (* 22. Juli 1924 in Newark (New Jersey); † 16. November 1982 in New York City), war ein amerikanischer Jazzpianist und einer der Pioniere des Bebop.
1944 spielte er zunächst mit
Dizzy Gillespie,
Tiny Grimes und
Charlie Parker und gehörte dann bis 1946 zur Band von Gillespie und anschließend zur Band von Parker, 1947/48 arbeitete er mit Eddie Lockjaw Davis,
Ben Webster und
Jimmy Dorsey zusammen. Mit Charlie Parker spielte er im Mai 1949 auf dem Festival International 1949 de Jazz in Paris, bevor er zwischen Sommer 1949 und 1951 bei
Stan Getz spielte und dem dessen legendären Aufnahmen für die Plattenfirma Roost mitwirkte.
Miles Davis holte ihn zu dem Nonett, mit dem er die ersten Aufnahmen zu
Birth of the Cool durchführte. Haig spielte häufig auch jenseits des Jazzkontextes. In den 1950er und 1960er Jahren gab es längere Phasen der musíkalischen Inaktivität; 1954/55 arbeitete er jedoch mit
Chet Baker, 1956 mit Gillespie und 1960 mit Perry Lopez zusammen.
1968 verstarb seine Frau Bonnie unter mysteriösen Umständen, so dass er als Mordverdächtiger vor Gericht stand. G. Rutan beschreibt den Prozess in seinem Buch
Death of a Bebop Wife (Redwood, NY:Cadence Jazz Books, 2007).
Al Haig, der einen verhaltenen, von
Bud Powell inspirierten Stil spielt, gilt als einer der führenden Pianisten der Bop-Periode, der bei epochalen Einspielungen mitwirkte wie Gillespies
Hot House (1945) oder Miles Davis´
Godchild (1949).